Johanneskindergarten feiert 50. Geburtstag

 
   

Gratulantenschar: Bürgermeister Josef Uphoff, Pastor Andreas Rösner, der Vorsitzende des Kirchenvorstands Karl Gerdhennerichs, die Vorsitzende des Seelsorgerates Friederike Frerichs (2.v.r.) und der Leiter des Altenzentrums St. Josef Werner Fusenig gratulierten Kindergartenleiterin Petra Lind zum Jubiläum der Einrichtung.     Foto: Irmler

So jung wie eh und je


Sassenberg - Am Sonntag hatte die Pfarrgemeinde St. Johannes Evangelist erneut allen Grund zur Freude. Der Johanneskindergarten an der Elisabethstraße feierte sein 50-Jähriges.


Im Anschluss an den Gottesdienst, an dem auch die Kindergartenkinder mitwirkten, begrüßte Leiterin Petra Lind viele Gratulanten und Verantwortliche. „Es ist ein besonderer Anlass, 50 Jahre des Bestehens zu feiern. Der religiöse Aspekt ist noch heute ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Mit dem heutigen Tag wollen wir eine kleine Festwoche starten.“ Demnach wird man am Mittwoch mit den Bewohnern des benachbarten Altenzentrums eine Maiandacht feiern, am Donnerstag mit den Kindern die Eisdiele Zanella besuchen. Ferner dankte Lind für die Unterstützung durch die Pfarrgemeinde, die Stadtverwaltung und „ihr“ Team der Erzieherinnen. „Wir sind neugierig auf den weiteren Weg des Kindergartens. Hoffentlich gibt es nicht ganz so viele Stolpersteine.“

Pastor Andreas Rösner brachte in seinem Grußwort seine Freude zum Ausdruck. „Unser Kindergarten hat eine gute und lange Geschichte. In den Jahren, seit denen ich hier bin, war der Kindergarten in den Sitzungen oft ein Thema und wird es auch immer bleiben – Gott sei Dank.“ Den Erzieherinnen sprach Rösner ein großes Lob aus. „Sie leisten großartige Arbeit bei der Entwicklung der Kinder.“

Dem schloss sich auch der Vorsitzende des Kirchenvorstands Karl Gerdhennerichs an. „Kann ein Kindergarten überhaupt alt werden? Entscheidend sind die Kinder, Erzieher und das Klima im Hause. Sie werden sehen: unser Johanneskindergarten ist so jung wie eh und je. “

Friederike Frerichs, Vorsitzende des Seelsorgerats, reihte sich ein in die Reihe der Gratulanten. „Unser Kindergarten steht symbolisch für einen Ort der Begegnung in unserer Gemeinde. Durch die liebevolle und individuelle Betreuung wird die Entwicklung jedes Kindes gefördert.“ Auch der Elternrat und der Förderverein nutzten den Empfang, um den Erzieherinnen ganz offiziell „Danke“ zu sagen.

Die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zum am 2. Februar 1964 offiziell eröffneten Kindergarten betonte Altenzentrumsleiter Werner Fusenig. Die regelmäßigen Besuche der Jungen und Mädchen freuten die Senioren sehr, betonte Fusenig. Anlässlich des runden Geburtstags lud der Diakon das Team des Kindergartens zu einem „Galadinner“ ein.

Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt wurde am Sonntag hervorgehoben. So sprach Bürgermeister Josef Uphoff zu den Anwesenden. „Die große Freude hat vielleicht auch damit zu tun, dass dieser Kindergarten von Beginn an in der Elisabethstraße zuhause sein durfte.“

Nach einer kurzen Pause fanden sich viele Kinder, deren Eltern und Großeltern auf dem Gelände der Einrichtung ein. Auf dem Parkplatz drehte ein Karussell seine Runden, vor dem Eingang zur Turnhalle sorgte Clown Otty mit tollen Luftballontricks für glückliche und staunende Kinder. Während die Jungen und Mädchen beim Dosen werfen, Fäden ziehen oder Enten angeln eine Menge Spaß hatten, stärkten sich die Erwachsenen entweder in der eigens eingerichteten Cafeteria oder aber mit frisch gegrillten Würstchen.

Dank des herrlichen Wetters stand einem schönen Fest unter freiem Himmel nichts im Wege. Bei der spannenden Tombola warteten viele Preise auf die Gäste, die ihr Kommen kaum bereut haben dürften.

Auf eine Zeitreise konnten sich dann auch noch die älteren Besucher begeben. Viele der jetzigen Eltern waren selbst einmal in diesen Kindergarten gegangen und erkannten auch so manches Foto an den großen Stellwänden wieder. Die 1934 als Gemeindekindergarten in der Brookstraße eröffnete Einrichtung zog rund 30 Jahre später an ihren heutigen Standort um und wurde nach kurzer Zeit offiziell von der Pfarrgemeinde übernommen. Von den ersten schwarz-weißen Fotos bis hin zu aktuellen Gruppen- und Erzieherinnenbildern schloss sich so der Kreis. Nachzulesen sind diese und andere Informationen auch in der eigens angefertigten Festschrift, die im Rahmen des großen Festes verkauft wurde. Gegen 18 Uhr endete das Fest.

Quelle:  WN vom 20.05.2014  / Text & Foto: C. Irmler

Den Wald hautnah erlebt

 
  

Zum Abschluss der Waldwoche hatte Theresia Lietmann (r.) noch einige Tiere mitgebracht.   Foto: Lieber

Projektwoche im Johanneskindergarten

Sassenberg -  Spannende Tage im Wald verbrachten 69 Kinder des St. Johanneskindergartens. Dabei zeigte ihnen die Waldpädagogin Theresia Lietmann, was es im Wald so alles zu sehen und zu entdecken gibt.
Von Ulrich Lieber

So wurde unter anderem „Natur in der Schachtel“ gebastelt. In einem kleinen Schuhkarton kam Blätter und Zweige, und dazu kamen dann kleine Pappfiguren wie Wildschwein, Reh, Fuchs, und zwei Wildenten, die vorher von den Kindern angemalt worden waren. Durch Gucklöcher konnten sie dann ihren eigenen kleinen Wald beobachten.

„Wir hatten Berufe als Thema im Kindergarten, und wollten dabei auch den Beruf des Försters kennen lernen“, erklärte Leiterin Petra Lind. Erzieherin Iris Holtkämper knüpfte den Kontakt zu Theresia Lietmann, und so ging es dann mit der Waldpädagogin an drei Tagen in den Brook. Bis auf die Gruppe „Die kleinen Strolche“ waren alle Kinder dabei.

Im Wald wurde unter anderem das Spiel vom Regenwurm Klaus gespielt, der aus einem braunen Wollfaden bestand. Die Kinder entdeckten die so genannten Rückgassen im Wald, durch die die Bäume transportiert werden. Sie frühstückten auf einem selbst gebauten Waldsofa. Am Donnerstag hatte Theresia Lietmann dann noch einige ausgestopfte Waldtiere wie Dachs, Fuchs, Steinmarder, Eichhörnchen Bussard, Specht und Waldkauz mitgebracht und stellte sie den Kindern vor. Das Projekt wurde von der Hein-Reckendrees-Stiftung Ennigerloh finanziell unterstützt.

Quelle: WN vom 10.05.2014 / Text & Foto: U. Lieber